200 Millionen für Moderne-Museum am Kulturforum Berlin, aber wo dort?

Überraschend hat der Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages am 13.11.2014 beschlossen, 200 Millionen Euro für Neubau eines Museums der Moderne am Kulturforum Berlin in den nächsten Jahren zur Verfügung zu stellen. Über den Standort dort ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Aber Kulturstaatsministerin Monika Grütters rammt mächtige Pflöcke für den prominenten Standort vorne an der Potsdamer Straße ein, die man nur schwer wieder wegräumen kann. Ihrer Arbeit vor allem ist diese Entscheidung zu verdanken.

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Wie der Berliner Ex-Museumschef Schuster zitiert und argumentiert

Ein zwei Jahre alter Text von Peter-Klaus Schuster zur Neuordnung der Berliner Museumslandschaft wurde jetzt im offiziellen Jahrbuch der Stiftung Preußischer Kulturbesitz neu abgedruckt. Darin finden sich sehr »kreative« Interpretationen von Äußerungen renommierter Fachleute. Schusters Argumentationsweise folgt Rezepten von Arthur Schopenhauers »Kunst, recht zu behalten«.

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Museumsvisonen Peter Raues:
auch noch Neubau für Kunst des 21. Jahrhunderts

Im Tagesspiegel vom 8.6.2014 macht sich der Berliner Rechtsanwalt Peter Raue [→Wikipedia, →lokalpatriotische Hagiographie] Gedanken, was in einem noch fehlenden Berlingesetz festgeschrieben werden soll.

Neben der Übernahme der Berliner Philharmoniker durch den Bund geht es um die zukünftige Museumslandschaft Berlins, und damit um Kulturforum, Gemäldegalerie und den Ort für die Moderne. Peter Raue zieht wieder die uralte Forderung aus dem Hut, dass die Gemäldegalerie der Moderne Platz machen soll. Aber er geht noch weiter.

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Museumsvisionen von Generaldirektor Emeritus Schuster (2014 Edition)

Peter-Klaus Schuster, der ehemalige Generaldirektor der Staatlichen Museen, hat sich wieder zur Zukunft der Berliner Museumslandschaft geäußert.

Er propagiert seinen alten Traum von 1999, mit der Moderne aus der Neuen Nationalgalerie in das Gebäude der Gemäldgalerie am Kulturforum zu ziehen und für die Alte Kunst ein neues Gebäude an der Museumsinsel zu errichten [→Chronik].

Er reichert ihn mit 2 Variationen an:

  • es soll zuerst hinter der Neuen Nationalgalerie ein billiges Interimsgebäude gebaut werden, das kurzfristig Kunst der Moderne aufnehmen kann, bis die Alten Meister in den fertigen Neubau an der Museumsinsel umgezogen sind. Es soll im wesentlichen aus Mitteln der Freunde der Nationalgalerie finanziert werden.
  • der Neubau an der Museumsinsel soll zuerst nur für reine Ausstellungszwecke errichtet werden. Dafür postuliert er, unbelegt, nur Kosten von 140 Mio Euro (statt nachweisbar über 260 Mio. Euro)

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Museumsvisionen von Prof. Charlotte Klonk (HU Berlin)

Am 28.2.2014 war in der F.A.Z. die Schreckensvision zu lesen, die Berliner Gemäldegalerie aufzulösen und Gemälde und Skulpturen in ständig wechselnden thematischen Präsentationen an/auf der Museuminsel zu zeigen. Das forderte Frau Prof. Dr. Charlotte Klonk. Sie ist die Direktorin der Kunstgeschichtler der Humboldt-Universität Berlin und als solche Nachfolgerin von Prof. Horst Bredekamp.

Dazu habe ich am 2.3. einen Leserbrief geschrieben, der am 17.3. in der F.A.Z. abgedruckt wurde (s.u.).
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Ministerin Grütters: 3 Berliner Museen schließen im kommenden Jahr – Museumsleitung: Falsch

Für eine amüsante Episode in der Berliner Museumspolitik sorgte die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, die Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Am Mittwoch, dem 16.4.2014 sagte sie in einem F.A.Z.-Gespräch mit Andreas Kilb zu Sanierungsmaßnahmen der Staatlichen Museen Berlin (nicht online):

Im kommenden Jahr müssen gleich drei wichtige Häuser zeitweise schließen, das Pergamonmuseum, die Neue Nationalgalerie und das Museum Berggruen.

Das ist natürlich falsch:

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Skulpturen aus Bode-Museum zu Gast in Gemäldegalerie

Einige spätgotische Skulpturen aus dem Bode-Museum Berlin sind im Frühjahr 2014 zu Gast in der Gemäldegalerie, weil etliche Räume im Bode-Museum für die große Ausstellung zu Andreas Schlüter genutzt werden. Dabei sind u.a. zwei Werke von Riemenschneider, drei Werke von Hans Leinberger und zwei Büsten von Houdon.


Skulpturen aus Bode-Museum zu Gast

Eine Galerie mit 59 Bildern (2014)
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Michel Erhart – Neu gekaufte Muttergottes und anderes

Der Kaiser-Friedrich-Museums-Verein hat 2014 eine Muttergottes des Ulmer Bildschnitzers Michel Erhart für das Bode-Museum angekauft. Sie stammt aus dem Jahr 1480 und diente als Vorlage für eine Silbermadonna des Augsburger Goldschmieds Heinrich Hufnagel, die schon lange im Besitz des Bode-Museums ist. (→ FAZ-Artikel zum Ankauf) Der Ankauf ergänzt auch die schöne Ravensburger Schutzmantelmadonna von Michel Erhart und seine anderen Werke im Besitz des Museums.


Michel Erhart - Neu gekaufte Muttergottes und anderes

Eine Galerie mit 32 Bildern (2014)
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